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Wie man einen einfachen Teelichthalter drechselt

Teelichthalter sind kleine Gegenstände, die besonders in der Winterzeit ein beliebtes kleines Geschenk sind, das so ziemlich allen gefällt.

Besonders schwer zu drechseln, sind sie auch nicht. Außerdem kann man so ziemlich alles, was an Reststücken aus Holz anfällt, zu einem Teelichthalter verarbeiten. Natürlich kann auch teures und besonderes Holz nehmen oder etwas verleimen. Es geht so ziemlich alles.

Hier möchte ich zeigen, wie man einen Teelichthalter drechselt.


Schritt 1: Den Rohling aussuchen und vorbereiten.

Hier habe ich vor, einen Teelichthalter aus Tigerwood zu drechseln. Der Holzhändler, bei dem ich das Stück Holz gekauft habe, verkauft nur zertifizierte Tropenholzer. D.h. auch dieses Stück Tigerwood ist zertifiziert.

Da das Stück nur ca 28 mm stark ist, will ich noch ein Stück Kiefer als Futter aufleimen. Also muss ich die Flächen erstmal abrichten.

Das kann man entweder wie ich von Hand mit einem Hobel machen oder mit einer Abrichte.

Dann werden die beiden Stücke mit vier Temperguss Zwingen von Bessey verleimt.

Zum Schluss, wenn alles verleimt ist (Man sollte 24 Std. warten, bis man mit drechseln anfängt), wird noch ein Loch für das Schraubenfutter gebohrt. Hier sind es 10mm. Damit man das Loch aber nicht zu tief bohren muss, verwende ich eine Hilfsscheibe.


Schritt 2: Aufschrauben und runddrehen

Als erstes wird der Rohling auf das Schaubenfutter geschraubt, dann das Futter auf die Maschinen und dann wird der Rohling fest gezogen. Mann kann aber auch eine andere Reihenfolge wählen.

Dannach wird der Rohling erstmal grob rundgedreht.


Schritt 3: Die Form geben

Wenn der Rohling rundgedreht ist, kann mit dem kreativsten Teil beginnen - Die Form bestimmen und ausführen.

Leider ist, gerade bei Anfängern, ein großer Unterschied zwischen der gedachten Form und der ausgefürten Form. Wenn man sich aber als Anfäger erstmal eine einfache Form vornimmt, ist die Warscheinlichkeit größer, dass die Form gelingt, als wenn man sich eine komplizierte Form vornimmt.

Im allgemeinen ist es so, dass gerade Formen einfacher sind als geschwungene oder gebogene Formen.

Je nach Holz, Form und Geschick ist es sinnvoller zu schneiden oder zu schaben.

Hier habe ich mich an eine leicht abgerundete Form heran gewagt.

Wenn man mit der Form soweit zufrieden ist, kann man mit dem Schleifen beginnen. Je nachdem wie fein die gedrechselte Oberfläche ist, umso gröber oder um so feiner muss das Schleifpapier sein, mit dem man beginnt.

Hier habe ich mit diesen Körnungen gearbeitet:: 80, 120, 150, 240, 300, 500 und 600. Manchmal, besonders bei dunkleren Hölzern, kann man auch mit Stahlwolle arbeiten. Bei hellem Holz ist mit Stahlwolle Vorsicht geboten, weil sich Stahlwolle- krümmelchen in die offenen Poren setzen können und dann wird es eklig graugrün.


Schritt 4: Das Loch bohren

Ein Loch für einen handelsübliches Teelicht ist 40mm.

An einfachsten und sichersten ist es, das Loch mit einem 40mm Bohrer zu bohren. (Sicher deshalb, weil es nicht größer oder kleiner als 40mm wird.)

Das Loch bohre ich immer so etwa 20-22mm tief.

Ich verwende hier zu immer einen 40mm HM-bestückten Kunstbohrer der Firma Edessö. Ich denke, dass es ein Mittelklassebohrer ist, nicht so schecht wie ein billiger Baumaktbohrer aber auch nicht so teuer und gut wie Famag Bohrer.


Schritt 5: Umspannen und Fertigdrehen

Wenn man ein Vierbackenfutter besitzt mit Spann/Spreitzbacken für ein 40mm Loch, hat man einen besonderen Vorteil: Der Teelichthalter kann im dem Loch festgehalten werden und man kann bequem das Futter (hier aus Kiefer) abdrehen. Dann wird die Unterseite noch geschiffen und der Teelichthalter oberflächenbehandelt und fertig ist er.

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Weitere Teelichthalter findet ihr hier